Ziele und Vorgehen


Das Verbundprojekt FLIP entwickelt Elemente eines flexiblen und dynamischen Kompetenzmanagements, das es Unternehmen, Beschäftigten, und ihren Interessenvertretern ermöglicht, aktuellen und zukünftigen Anforderungen der ITK-Branche entsprechen zu können.
Hierzu werden individuelle Lernbedürfnisse und -voraussetzungen der Beschäftigten mit den Anforderungen und der Personalentwicklung in den Unternehmen in Verbindung gesetzt. Berücksichtigt werden dabei auch aktuelle Technologien und Medien der Wissensvermittlung und Vernetzung von Lernenden. Für die im Projekt entwickelten interaktiven Lernformate werden neue Kennzahlen und Kriterien zur Bewertung von Effektivität und Effizienz vorgestellt. Die Ergebnisse werden in eine branchenweite Benchmarking-Lösung zum Kompetenzmanagement überführt. Das Benchmarking, in dem wissensintensive Dienstleistungsunternehmen Elemente ihres Kompetenzmanagement im Rahmen einer Positionsbestimmung verorten können, wird im Projektverlauf modellhaft erprobt und implementiert. Eine Übertragbarkeit der innovativen Konzepte und Lösungen für ein dynamisches Kompetenzmanagement über die ITK-Branche hinaus, wird innerhalb des Projektes kontinuierlich mitverfolgt und federführend vom Bitkom in die digitale Wirtschaft verbreitet.

In den drei betrieblichen Teilprojekten werden exemplarische Lösungen für ein demografiefestes Kompetenzmanagement unter hohen Flexibilitätsanforderungen entwickelt, die je eine spezifische betriebliche Funktionsgruppe in den Blick nehmen. Die Fujitsu TDS GmbH zielt darauf ab, Konzepte zu entwickeln, um auf Mitarbeiterebene zu einer schnelleren und individueller zugeschnittenen Kompetenzvermittlung zu gelangen. Dabei werden gering und hochqualifizierte Mitarbeiter durch Bewältigung praxisbezogener Aufgaben gemeinsam und von einander lernen. Bei der QSC AG liegt der Fokus auf Führungskräften der mittleren Ebene. Diese sollen unter Bedingungen hoher Unsicherheit und in einem dynamischen Umfeld zusätzliche Kompetenzen erlangen, um unterstützend und motivierend zu führen und dadurch insgesamt die Innovationsfähigkeit von Beschäftigten zu erhöhen. Die Deutsche Telekom Kundenservice GmbH bezieht neben den Beschäftigten insbesondere betriebliche Mitbestimmungsorgane stärker in das Kompetenzmanagement mit ein. Verschiedene Lernformen sollen für unterschiedliche Altersgruppen umgesetzt, erprobt und bewertet werden. Begleitend entwickelt die EBS Mess- und Steuerungsinstrumente, die die Reflexionsfähigkeit der Beteiligten erhöhen soll und nicht allein auf eine harte Messung betriebswirtschaftlicher Kennzahlen abzielt. Federführend wird vom Fraunhofer IAO mit allen Partnern ein integriertes Konzept zum dynamischen Kompetenzmanagement auf Basis der vorangegangenen Arbeitspakete entwickelt.